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Ummeldung & Abmeldung

Auto abmelden – online über i-Kfz und vor Ort

Du kannst dein Auto in wenigen Minuten online über i-Kfz oder klassisch vor Ort abmelden. Ich zeige dir beide Wege, die nötigen Unterlagen, die Kosten – und was du danach nicht vergessen darfst.

Ein Auto abmelden klingt nach Behörde, Wartemarke und Formularen. Die Wahrheit: Es ist der mit Abstand einfachste Vorgang rund ums Kennzeichen – und online dauert er kaum länger als eine Überweisung. Trotzdem übersehen viele danach eine Kleinigkeit, die bares Geld kostet. Schauen wir es uns an.

Abmelden heißt eigentlich „außer Betrieb setzen"

Im Amtsdeutsch heißt das Abmelden Außerbetriebsetzung. Das Fahrzeug bleibt dir, darf aber nicht mehr im öffentlichen Verkehr bewegt werden. Typische Gründe: Verkauf, Verschrottung, eine längere Standzeit oder der Wechsel auf ein Saisonkennzeichen.

Gut zu wissen: Mit der Abmeldung endet auch deine Kfz-Steuerpflicht und – je nach Vertrag – ruht deine Versicherung. Genau deshalb solltest du nicht zu lange damit warten, wenn das Auto ohnehin steht.

Auto online abmelden (i-Kfz)

Die Außerbetriebsetzung ist der einfachste i-Kfz-Vorgang. Du erledigst sie komplett digital:

  1. Einloggen im i-Kfz-Portal mit deinem Online-Ausweis (eID) und PIN.
  2. Sicherheitscode der Plakette freilegen und eingeben – der versteckte Code auf der Kennzeichen-Plakette.
  3. Code der Zulassungsbescheinigung Teil I eingeben.
  4. Bestätigen – fertig, du erhältst die Abmeldebestätigung sofort als PDF.
Das brauchst du online: Online-Ausweis mit aktivierter eID + PIN, NFC-Smartphone oder Kartenlesegerät, die Sicherheitscodes auf Stempelplakette und Zulassungsbescheinigung Teil I.

Auto vor Ort abmelden

Lieber persönlich? Dann gehst du zur Zulassungsstelle – übrigens an einer beliebigen, nicht nur an deiner. Mitbringen musst du die Zulassungsbescheinigung Teil I, die Kennzeichen (zum Entstempeln) und deinen Ausweis.

Tipp: Willst du dein Wunschkennzeichen behalten und auf ein neues Auto übertragen, sag das bei der Abmeldung – dann wird die Kombination für dich reserviert statt freigegeben.

Was kostet die Abmeldung?

Die Abmeldung ist günstig: Vor Ort fallen meist rund 10 € an, online ist sie oft noch billiger.

Kurz gerechnet: Außerbetriebsetzung ca. 5–11 € – das ist der mit Abstand günstigste Behördenvorgang rund ums Auto.

Das darfst du danach nicht vergessen

Hier passiert der teure Fehler: Viele melden ab und denken, alles sei erledigt. Aber ein paar Dinge laufen weiter, wenn du sie nicht stoppst.

Wichtig: Prüfe nach der Abmeldung, ob deine Versicherung korrekt auf „Ruheversicherung" gestellt wurde und ob die Kfz-Steuer eingestellt ist. Verkaufst du das abgemeldete Fahrzeug, halte die Abmeldebestätigung als Nachweis bereit. Beträge sind Richtwerte, dies ist keine Rechtsberatung.

Verkauf, Verschrottung oder Wiederzulassung?

Was nach der Abmeldung kommt, hängt von deinem Plan ab:

  • Verkaufen: Details im Ratgeber zum Auto verkaufen und abmelden.
  • Verschrotten: Du brauchst einen Verwertungsnachweis vom zertifizierten Betrieb.
  • Später wieder nutzen: Dann ist eine Wiederzulassung nötig – das abgemeldete Kennzeichen ist dabei nur befristet reserviert.

Geregelt ist das alles in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV).

Kennzeichen behalten oder freigeben?

Ein Punkt, den viele bei der Abmeldung übersehen: Was passiert mit deinem Kennzeichen? Standardmäßig wird die Kombination nach einer Frist wieder freigegeben. Hast du aber ein liebgewonnenes Wunschkennzeichen, kannst du es dir reservieren lassen und auf dein nächstes Auto übertragen.

Sag das aktiv bei der Abmeldung – online wie vor Ort gibt es dafür eine Option. Tust du nichts, ist die Kombination irgendwann weg, und im Zweifel schnappt sie sich jemand anderes. Mehr zur Übertragung steht im Ratgeber zum Wunschkennzeichen mitnehmen.

Tipp: Notiere dir die Reservierungsfrist für dein Kennzeichen. Wer das nächste Auto erst Monate später anschafft, sollte die Frist im Blick behalten – sonst ist die Lieblingskombination doch wieder frei.

Wann sich das Abmelden besonders lohnt

Es gibt Momente, in denen jeder Tag mit angemeldetem Auto bares Geld kostet. Steht dein Fahrzeug etwa über den Winter ungenutzt in der Garage, sparst du mit der Abmeldung Steuer und kannst die Versicherung ruhen lassen. Für saisonale Nutzung ist oft ein Saisonkennzeichen die elegantere Lösung – damit musst du nicht jedes Frühjahr neu anmelden.

Tipp: Rechne kurz nach: Wenn dein Auto mehrere Monate steht, ist die Abmeldung (ab ca. 5 €) fast immer günstiger als die weiterlaufende Steuer und Versicherung. Bei regelmäßiger Saisonnutzung lohnt sich das Saisonkennzeichen mehr.

Der typische Fehler beim Verkauf

Besonders heikel ist die Situation beim Verkauf. Übergibst du das Auto, ohne es abzumelden oder umzumelden, bleibst du als Halter in der Verantwortung – für Versicherung, Steuer und im Zweifel sogar für Bußgelder des neuen Fahrers. Lass dir deshalb entweder die Ummeldung vom Käufer bestätigen oder melde das Fahrzeug vor der Übergabe ab. Worauf du beim Verkauf sonst noch achten solltest, steht im Ratgeber zu Betrug beim Autokauf.

Gut zu wissen: Eine Abmeldung kannst du bundesweit bei jeder Zulassungsstelle erledigen – du bist nicht an deinen Wohnort gebunden. Online via i-Kfz geht es ohnehin von überall.

Häufige Fragen

Wie lange bleibt mein Kennzeichen nach der Abmeldung reserviert? In der Regel etwa ein Jahr – danach kann die Kombination neu vergeben werden.
Kann ich ein abgemeldetes Auto noch fahren? Nein. Für eine Überführung brauchst du ein Kurzzeitkennzeichen.
Muss ich zu meiner eigenen Zulassungsstelle? Nein – die Abmeldung kannst du bundesweit bei jeder Zulassungsstelle oder online erledigen.
Bekomme ich Geld zurück, wenn ich mitten im Jahr abmelde? Ja, die zu viel gezahlte Kfz-Steuer wird taggenau erstattet, und viele Versicherer rechnen den nicht genutzten Zeitraum ab.
Kann ich ein Auto für jemand anderen abmelden? Vor Ort ja, wenn du die Fahrzeugpapiere und Kennzeichen vorlegst. Online brauchst du den Online-Ausweis des Halters.

Fazit

Auto abmelden ist schnell, günstig und online in Minuten erledigt. Der eigentliche Knackpunkt liegt danach: Versicherung und Steuer im Blick behalten und die Abmeldebestätigung aufheben. Wer das beachtet, spart sich böse Überraschungen – und hat sein Wunschkennzeichen im Zweifel für das nächste Auto reserviert.

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i-Kfz Abmeldung Außerbetriebsetzung

Rechtsstand: 24.06.2026 · Quelle: KBA, FZV, GebOSt, ADAC

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