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Wunschkennzeichen

Was kostet ein Wunschkennzeichen? Alle Gebühren 2026 im Überblick

Ein Wunschkennzeichen kostet weniger, als die meisten denken – aber die Gebühren verstecken sich an mehreren Stellen. Ich zeige dir Reservierung, Zuteilung und Schilder im Detail und wo du bares Geld sparst.

Als ich zum ersten Mal ein Wunschkennzeichen reservieren wollte, dachte ich: „Das kostet bestimmt ein kleines Vermögen." Schließlich darf man sich seine Buchstaben und Zahlen ja frei aussuchen. Die Wahrheit hat mich dann positiv überrascht – und genau die schauen wir uns hier in Ruhe an.

Denn so einfach „ein Preis" ist es leider nicht. Die Kosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, und je nachdem, ob du online oder vor Ort unterwegs bist, zahlst du am Ende spürbar unterschiedlich viel.

Die kurze Antwort: Für die reine Reservierung deines Wunschkennzeichens zahlst du meist rund 10–13 €. Rechnest du die neuen Schilder (ca. 20–35 €) und die eigentliche Zulassung dazu, landest du für eine komplette Neuanmeldung mit Wunschkennzeichen bei etwa 60–90 €.

1. Die Reservierungsgebühr – der „Wunsch"-Aufpreis

Der Teil, der dein Kennzeichen erst zum Wunschkennzeichen macht, ist die Reservierung. Du sicherst dir eine bestimmte Kombination, damit sie dir am Tag der Zulassung garantiert zugeteilt wird.

Die Gebühr dafür ist in der bundesweiten Gebührenordnung (GebOSt) geregelt und liegt für die Wunsch-Zuteilung bei rund 10,20 €. Kommt eine Online-Reservierung im Voraus dazu, berechnen viele Zulassungsstellen noch einen kleinen Aufschlag von etwa 2,60 €.

Gut zu wissen: Ohne Wunsch bekommst du ein zufälliges Kennzeichen – die Zuteilung kostet dann ähnlich viel, nur eben ohne den Reservierungsteil. Der „Wunsch" selbst schlägt also nur mit wenigen Euro zu Buche.

2. Die Schilder – hier wird's am teuersten

Was viele unterschätzen: Den größten Posten machen oft nicht die Behördengebühren aus, sondern die physischen Nummernschilder. Zwei geprägte Schilder kosten je nach Anbieter zwischen 20 und 35 €.

Und genau hier kannst du am meisten sparen. Direkt am Schilderstand vor der Zulassungsstelle zahlst du fast immer den Höchstpreis. Online bestellt oder beim Discounter sind dieselben DIN-zertifizierten Schilder häufig deutlich günstiger.

Tipp: Bestell die Schilder erst, wenn du dein Wunschkennzeichen reserviert hast – die Kombination steht dann fest. So vermeidest du Fehlprägungen und kannst in Ruhe den günstigsten Anbieter wählen.

3. Die Zulassung selbst

Reservierung und Schilder ergeben noch kein angemeldetes Auto. Dazu kommt die eigentliche Zulassung bei der zuständigen Zulassungsstelle. Was genau du dafür brauchst und wie der Ablauf ist, habe ich dir im Ratgeber zum Auto anmelden ausführlich aufgeschrieben.

Die reine Anmeldegebühr bewegt sich meist im Bereich von rund 30 € – plus Auslagen wie die Plakette für die Hauptuntersuchung. Wenn du das Fahrzeug online über i-Kfz zulässt, ist es in vielen Fällen sogar etwas günstiger als der Gang zur Behörde.

Das brauchst du für die Zulassung: Personalausweis, Zulassungsbescheinigung Teil I und II, eVB-Nummer der Versicherung, gültige HU und – bei Halterwechsel – den Kaufvertrag. Das Wunschkennzeichen bringst du als reservierte Kombination mit.

Online oder vor Ort – wo zahlst du weniger?

Diese Frage stelle ich mir bei jeder Zulassung neu, und die Antwort ist fast immer dieselbe: online ist günstiger und entspannter. Reservierst du dein Wunschkennzeichen im Portal deiner Zulassungsstelle, sparst du dir die Anfahrt, die Parkgebühr und – ehrlich gesagt – jede Menge Wartezeit am Ticketautomaten.

Beim klassischen Weg vor Ort kommen schnell versteckte Kosten dazu: der teurere Schilderstand direkt am Amt, eventuell ein Zulassungsdienst, der dir die Wartezeit abnimmt, und im Zweifel ein zweiter Anlauf, weil ein Dokument fehlt. Über die internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz) erledigst du dagegen alles vom Sofa aus – inklusive Wunschkennzeichen.

Wie viele Fahrzeuge in Deutschland überhaupt zugelassen sind und wie sich die Bestände entwickeln, kannst du übrigens beim Kraftfahrt-Bundesamt nachlesen – ein guter Beleg dafür, wie stark die Behörden inzwischen auf digitale Wege setzen.

Mein Rat: Wenn dein Fahrzeug die Voraussetzungen erfüllt, nimm den Online-Weg. Du sparst nicht nur Gebühren, sondern bekommst die vorläufige Zulassung sofort und darfst direkt losfahren.

Beispielrechnung: Neuwagen mit Wunschkennzeichen

Damit du ein Gefühl für die Summe bekommst, hier eine realistische Rechnung für eine Neuanmeldung mit reserviertem Wunschkennzeichen:

  • Wunsch-Zuteilung inkl. Online-Reservierung: ca. 13 €
  • Zulassungsgebühr: ca. 30 €
  • Zwei geprägte Schilder (online): ca. 25 €
  • Gesamt: rund 68 €

Bei einer Ummeldung mit Kennzeichenmitnahme fällt der Schilder-Posten weg, wenn du dein altes Kennzeichen behältst – dann wird es noch günstiger.

Wichtig: Die genauen Beträge können sich je nach Bundesland und Zulassungsbezirk leicht unterscheiden. Manche Kommunen rufen für Online-Dienste eigene Gebühren auf. Sieh die Angaben hier deshalb als realistische Orientierung, nicht als amtlich garantierten Festpreis.

So sparst du bei deinem Wunschkennzeichen

Ein paar einfache Hebel, mit denen du den Preis drückst:

  1. Schilder nicht vor Ort kaufen, sondern online – das ist der größte Spar-Posten.
  2. Online reservieren und zulassen: i-Kfz spart Wege und oft auch Gebühren.
  3. Kennzeichen mitnehmen, wenn du umziehst – seit der Reform bundesweit möglich, spart neue Schilder.
  4. Eine kurze Kombination wählen: Weniger Zeichen heißt kleinere Schilder – und manchmal günstigere Prägung.

Häufige Fragen zu den Kosten

Verfällt die Reservierungsgebühr, wenn ich das Kennzeichen nicht nehme? Ja. Reservierst du, lässt das Auto aber nicht zu, ist die Gebühr in der Regel verloren. Reservier also erst, wenn die Zulassung zeitlich passt.
Kostet ein Wunschkennzeichen mehr als ein normales? Nur minimal. Der eigentliche Aufpreis sind die wenigen Euro für Wunsch-Zuteilung und Reservierung – der Rest fällt sowieso an.
Sind Altkennzeichen teurer? Nein. Wieder eingeführte Altkennzeichen kosten genauso viel wie jedes andere Unterscheidungszeichen – du zahlst ganz normal die Wunsch-Gebühr.

Fazit

Ein Wunschkennzeichen ist günstiger als sein Ruf: Der „Wunsch" selbst kostet nur ein paar Euro. Teuer wird es vor allem dort, wo viele gar nicht hinschauen – bei den Schildern und der Zulassung. Wer online reserviert, die Schilder clever kauft und i-Kfz nutzt, sichert sich sein Wunschkennzeichen entspannt und spart dabei sogar.

Wenn du so weit bist: Im Ratgeber zum Wunschkennzeichen reservieren zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Wunschkombination prüfst und sicherst.

Wunschkennzeichen Reservierung Kosten

Rechtsstand: 23.06.2026 · Quelle: GebOSt (Gebührenordnung), KBA, ADAC

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